Elternkreis
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Eltern drogengefährdeter und –abhängiger Jugendlicher Köln II
Eltern drogengefährdeter und –abhängiger Jugendlicher Köln II

Rückblick 2019

Rückblick 2019

Geleiteter Elternabend am 12.02.2019

Unter dem Motto "... und manchmal bin ich nur noch wütend" fand unser erster geleiteter Elternabend in diesem Jahr statt.

 

So viel Geduld aufgebracht, abgewartet, gehofft. Immer wieder leeren Versprechungen geglaubt, Enttäuschungen hinuntergeschluckt. Ständig in Bereitschaft, da zu sein, zu helfen, zu verstehen. Und vor lauter Kümmern das eigenes Leben aus dem Blick verloren...

Es reicht!!!

An diesem Abend haben wir uns mithilfe von Übungen miteinander die Gefühle angeschaut, die bisher eher verpönt waren oder die wir tapfer unterdrückt haben:  Ärger und auch Wut. Gefühle, die gefesselt und geknebelt hinter der Enttäuschung gefangen waren.

Unsere Hausaufgabe: Was kann ich für mich tun? Was ist in all der sorgenvollen Zeit für mich persönlich zu kurz gekommen?

 

ARWED bei uns im Elternkreis am 26.03.2019

Unter dem Motto "ARWED geht vor Ort" besuchten uns zwei engierte, aktive Elltern aus der ARWED, unserem Landesverband der Elternkreise in NRW.

Gemeinsam haben wir anhand des gezeigten Films interessante Fakten über Cannabis und dessen Wirkung im Gehirn erfahren. Kerstin hat uns anschließend sehr anschaulich erklärt, warum wir unsere Kinder über unsere Normen und Werte nicht erreichen können.

Eine tolle Initative ! Wir danken der Arwed für diesen anregenden Austausch.

 

Elternabend am 14.05.2019 zu juristischen Themen:

An diesem Abend ging es um fachliche Informationen zu folgenden Themen:

BZR - Bundeszentralregister, Jugendarrest, Jugendstrafe, Ersatzfreiheitsstrafe, Haftfähigkeit, Knast als Chance?, Therapie statt Strafe, gesetzlicher Betreuer, Unterhalftspflicht, Erbrecht, Berliner Testament, Behindertentestament. Im Laufe des Abends zeigte sich, dass es noch eine Menge offener Fragen gibt, vor allem auch im Bereich Sozialrecht. Hier sollte sich optimalerweise noch einmal ein Abend mit fachlicher Information anschließen. In Planung.

 

Geleiteter Elternabend am 25.06.2019

Ein „Nein“ zum Anderen ist oft ein „Ja“ für mich selbst

 

Wir haben den Abend mit einer Übung zum Empfinden von Distanz und Nähe begonnen. In einer weiteren Übung haben wir anhand von bekannten Situationen mit unseren Kindern ausprobiert, wie es ist, sein Gegenüber um etwas zu bitten oder zu überreden und im Gegensatz dazu, wie es ist, NEIN zu sagen.

 

Bei unserem anschließenen Austausch haben wir ausgelotet, wo unsere Schwachstellen sind und wann und warum wir Gefahr laufen, von unserem ursprünglichen NEIN abzurücken.

 

Zum Abschluss haben wir uns die Frage gestellt, wie wir aus dem zermürbenden Kreislauf von Erwartungen und Forderungen, emotionalen Erpressungen, schlechtem Gewissen, Verantwortungsbewusstsein, Zermürbung, Angst vor Kontaktabbruch oder Übergriffen, Überbehütung und Übernahme von Verantwortung für das Leben unserer erwachsenen Kinder aussteigen können und haben uns darauf besonnen, wie wichtig es ist, sich selbst nicht zu vernachlässigen und bewusst etwas für uns zu tun, um uns abzugrenzen.

 

Sommerfest, 03.08.2019

Unser Sommerfest fand zwar diesmal in kleiner Runde statt, dennoch hat alles gepasst: das Wetter, unsere Wanderung durch den Königsforst, unsere Einkehr im Heideblick, das gesellige Miteinander. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

 

Geleiteter Elternabend am 10.09.2019, 20.00 Uhr

Am 10.09.2019 fand unser 3. Geleiteter Elternabend unter dem Motto „Selbstfürsorge statt Selbstaufgabe“ statt.

 

Diese 3 Fragen haben uns an diesem Abend beschäftigt:

  • Welche Träume und Visionen für unser eigenes Leben sind auf der Strecke geblieben während sich unser Handeln und Denken, unsere Sorgen, Ängste, Hoffnungen und Enttäuschungen vorrangig um unsere konsumierenden Kinder gedreht haben oder noch drehen?
  • Was hilft uns dabei, diese Träume wiederzubeleben und auch konkret anzugehen?
  • Was bremst uns aus, und warum haben wir unsere Vorhaben noch nicht umgesetzt?

Jeder hat diese Fragen für sich auf einem Blatt beantwortet. Anschließend haben wir uns gemeinsam darüber ausgetauscht. Dabei zeigte sich, dass es guttut, sich wieder bewusst zu werden, was wir selber wollen. Gemeinsam haben wir Wege überlegt, wie wir unsere Vorhaben vorantreiben können und geschaut, was wir bereits umgesetzt haben. Die Dinge, die uns daran hindern, unsere Pläne zu realisieren, haben wir auf einem anderen Blatt benannt und diese anschließend in einem symbolischen Akt vernichtet.

In einer der nächsten Gruppenstunden, wollen wir noch einmal schauen, was wir von unseren Vorhaben dann vielleicht schon konkret verwirklicht haben.

 

Vortragsveranstaltung mit Jürgen Weber am 08.10.2019, 20.00 Uhr

Am 08.10.2019 war Herr Jürgen Weber bei uns im Elternkreis. Er ist Familientherapeut mit langjähriger Praxiserfahrung und aktiv im Elternkreis Hürth tätig. Erhat uns die Veränderungen unserer Kinder während der Pubertät und im Zusammenleben mit der Familie anschaulich erklären. Auch die unterschiedlichen Sichtweisen von Männern und Frauen auf problematische Situationen hat er näher beleuchtent und uns Eltern Anregungen geben, einfach auch mal ungewöhnliche Dinge im Umgang mit unseren drogenabhängigen Kindern auszuprobieren (Paradoxe Intervention).

 

Besuch der KSH Köln am 26.11.2019, 20.00 Uhr

 

Am 26.11.2019 konnten wir Lutz und Nadine von der Kölner Suchthilfe bei uns begrüßen. Die KSH wurde 1985 als Selbsthilfegruppe, ursprünglich im Bereich Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, gegründet. Der Verein besteht aus Frauen und Männern, die aufgrund eigener Erfahrungen versuchen, abhängigen Menschen und ihren Partnern / Angehörigen zu helfen. Um dem Bedarf im Bereich illegale Drogen Rechnung zu tragen, sind seit 2012 auch die CAPS Gruppen = Cannabis-Alkohol-Partydrogen-Selbsthilfe - fester Bestandteil des Angebots. Die KSH bietet derzeit 11 Selbsthilfegruppen in verschiedenen Stadtteilen von Köln an.

 

Eine vorherige Anmeldung zur Teilnahme an einer Gruppe ist nicht nötig. Betroffene und / oder Angehörige sind gleichermaßen willkommen – sowohl allein als auch gemeinsam. Die KSH fördert auf diese Weise das Verständnis zwischen Betroffenen und Angehörigen und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Das Interesse an den Gruppen der KSH ist sehr groß. Da jedoch immer zwei Gruppenleiter vor Ort anwesend sind, werden die Gruppen gegebenenfalls aufgeteilt, so dass man jedem Besucher gerecht werden kann.

 

Die KSH führt auch in Krankenhäusern und Therapieeinrichtungen Beratungen und Infoveranstaltungen durch, u.a. in Merheim oder Hürth, was auch für viele Betroffene nach einer Reha eine gute Unterstützung und Stärkung bei der Rückkehr „ins normale Leben“ ist.

 

Der Verein arbeitet mit vielen anderen Organisationen im Bereich Sucht zusammen, ist gut vernetzt und kennt die Betroffenen-Angebote in Köln dadurch sehr gut.

 

Für uns Eltern ist dies ein wertvoller weiterer Kontakt, der sowohl für uns selbst neue Aspekte eröffnet, aber auch eine Anregung für unsere betroffenen Kinder sein kann.


Wir haben beschlossen, uns gegenseitig zu unterstützen und informieren und guten Kontakt miteinander zu halten und gemeinsame Projekte ins Auge gefasst, beispielsweise eine gemeinsame Präsentation im nächsten Jahr….

 

Weitere Informationen findet ihr hier:

 

https://www.koelnersuchthilfe.de

 

Weitere Informationen findet ihr hier - Zusammenschluss aller Hilfsorganisationen zum Thema Sucht:

http://www.suchthilfe-koeln.de/

 

 

Weihnachtsfeier, 10.12.2019

Diesmal fand unsere Weihnachtsfeier im Cafe Goldmund in Köln statt.

Unsere nun schon traditionellen Weihnachtsfeiern sind immer ein sehr netter Jahresabschluss und die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass sich die Eltern in unserem Kreis gut aufgehoben fühlen. Das ist eine tolle Motivation!

 

 

 

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